Unser Wissen - Ihr Vorteil

Inhaber Dr.-Ing. Markus Neisius verfügt über ein breites und tiefes Fachwissen. Dieses erlangte er durch seine Ausbildung zum Kommunikationselektroniker und sein anschließendes Maschinenbaustudium am Umwelt-Campus Birkenfeld, woraufhin ein Abschluss als Master of Engineering (Hochschule Trier) und schließlich die Promotion zum Themenfeld Kraft-Wärme-Kopplung folgte (TU Berlin).

Es folgten weitere Zusatzqualifikationen, welche die Ausbildung zum Gebäudeenergieberater sowie die Akkreditierung als Umweltgutachter umfassen.

Das interdisziplinäre Team mit fachlichem Hintergrund aus den Bereichen Ingenieurs-, Umwelt- und Wirtschaftswissenschaften ist spezialisiert darin, schnell und zuverlässig individuelle Lösungen und Dienstleistungen zu erarbeiten.

Scheuen Sie sich nicht, uns mit Ihrer Frage- oder Problemstellung zu konfrontieren. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

EEG Umweltgutachten

Ende 2009 wurde Markus Neisius durch die Deutsche Akkreditierungs- und Zulassungsgesellschaft für Umweltgutachter mbH (DAU) als Umweltgutachter für folgende Nace-Codes zugelassen:

  • 35.11.6: Elektrizitätserzeugung aus Erneuerbaren Energien (z.B. Wind, Biomasse, Solar und Geothermie) mit und ohne Fremdbezug zur Verteilung
  • 35.11.7: Elektrizitätserzeugung aus Wasserkraft mit und ohne Fremdbezug zur Verteilung
  • 35.11.8: Elektrizitätserzeugung aus Wärmekraft (ohne Kernenergie) mit und ohne Fremdbezug zur Verteilung
  • 35.30.6: Wärmeversorgung

Rechtliches

Der Gesetzgeber hat im Rahmen der Novellierung des Erneuerbaren-Energien-Gesetz mit Wirkung zum 01.01.2009 bestimmten Anlagenbetreibern weitere Pflichten auferlegt. Dies umfasst unter anderem mittels Gutachten oder Testat eines Umweltgutachters, eine Bonusförderung zu verifizieren. KWK-Bonus, NawaRo-Bonus, Gülle-Bonus, Technologie-Bonus, Landschaftspflege-Bonus und Formaldehyde-Bonus können zur Vorlage beim Netzbetreiber testiert werden. Mit dem EEG 2012 wurde die Flexibilitätsprämie für Betreiber von Biogasanlagen und Biomethan-anlagen geschaffen, die ihren Strom direkt an der Strombörse vermarkten. Auch für diesen Sachverhalt kann die technische Eignung Ihrer Anlage zur Vorlage beim Netzbetreiber testiert werden.

Es obliegt dem Anlagenbetreiber sich über die Gesetzeslage (rechtzeitig) zu informieren. Immer wieder erreichen uns Anfragen von Betreibern, die von welcher Seite auch immer falsche oder zumindest nicht ganz richtige Interpretationen zu der gültigen Rechtsprechung zugetragen bekamen. Es dürfte eine geschätzte Dunkelziffer von ca. 10 % geben, die gemäß ihrer Anlagenkonfiguration und ihres Betriebes generell höhere Boni beanspruchen könnten, dies aber aufgrund des zuvor beschriebenen nicht tun. Die hieraus entstehenden finanziellen Nachteile sind üblicherweise gravierend.

Wenn Sie sich nicht ganz im Klaren darüber sind, ob Ihre Einspeisesituation der Optimalen entspricht, sprechen Sie uns einfach an.

ANSPRECHPARTNER

Dr. Markus Neisius

Schadensbegutachtung

Das klassische Betätigungsfeld eines Sachverständigen oder Gutachters ist die Begutachtung von Schäden und die Analyse des Schadenszenarios. Dies ist auch heute noch so, wobei sich gerade die regenerative Energieerzeugung im Schadensbild- und in der Schadenshäufigkeit deutlich von der klassischen, fossilen Energieerzeugung absetzt. Hier vereint sich das fachspezifische Know-how mit der theoretischen Fachkunde im außergewöhnlichen Maße.

Zustandsbefundungen, Wertgutachten, Handlungsempfehlungen usw. zählen natürlich gleicher Maßen zu unserem Dienstleistungsportfolio auf diesem Gebiet.

ANSPRECHPARTNER

Dr. Markus Neisius

Hintergrund

KWK Gesetz

Als „klassischen“ Gegenspieler zum Erneuerbare-Energien-Gesetz gibt es – in der Vergangenheit oft vergessen – das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG). Dieses wurde zuletzt 2009 novelliert und bietet seitdem interessante Möglichkeiten. Zu nennen sind hier die Möglichkeiten der Inanspruchnahme der Einspeisevergütung auch bei selbst genutztem Strom, die Direktvermarktung des Stroms oder den Anspruch auf vermiedene Netznutzungsentgelder.
Gerade in Zeiten der hohen Preise für nachwachsende Rohstoffe kann eine Überprüfung der Einspeisemöglichkeiten nach diesem Gesetz in Verbindung mit dem Einsatz eines Nicht-NawaRo oder Nicht-Nachhaltigkeitszertifizierten Kraftstoffes durchaus zu überraschenden Resultaten führen.

Nachhaltigkeitsverordnung

Für den Anlagenbetreiber:

Die Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung (BioSt-NachV) hat seit dem 01.01.2011 größeren Einfluss auf den Anlagenbetrieb. Für die Verwendung von flüssiger Biomasse (Pflanzenöl) ist seit dem 01.01.2011 ausschließlich zertifiziertes Öl einzusetzen. Derzeit sind hierfür von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zwei Zertifizierungssysteme, RedCert und ISCC, zugelassen.

Der originäre Anlagenbetreiber muss also darauf achten, ein entsprechendes Öl einzusetzen und dies durch Zertifikate für die gesamte eingesetzte Stoffmenge nachweisen.

Die Praxis wird wohl derart gelagert sein, dass der Lieferant wie bisher zunächst einen entsprechenden Liefervertrag schließt und im Rahmen der Belieferung jeweils eine Lieferantenbestätigung mit einer Kopie des ursprünglichen Zertifikates der Stoffstrommenge zusammen mit einer eindeutigen Bezugnahme (z.B. Lieferschein oder Rechnungsnummer) aushändigt.

Für den Erzeuger:

Sofern Sie eine Zertifizierung gemäß der Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung anstreben, können wir Ihnen diese Dienstleistung in Kooperation mit einer zugelassenen Zertifizierungsstelle, für die Herr Dr. Neisius künftig ebenfalls als Auditor tätig sein wird, anbieten. Weitere Informationen zu den Voraussetzungen, den Zertifizierungssystemen und Abläufen geben wir Ihnen gerne auf Nachfrage.

Energiesteuergesetz und Energiesteuerverordnung

Nach §53a EnergieStG (Energiesteuergesetz) ist derjenige entlastungsberechtigt, der die Energieerzeugnisse zur gekoppelten Erzeugung von Kraft und Wärme verwendet hat.

Begünstigte Anlagen sind in diesem Sinne gemäß §3 EnergieStG „Ortsfeste Anlagen … die ausschließlich der gekoppelten Erzeugung von Kraft und Wärme dienen“. Blockheizkraftwerke, sofern die erzeugten Strom- und Wärmemengen genutzt werden, gehören zu dieser Kategorie.

Im Dezember 2012 wurde das Energiesteuergesetz dahingehend geändert, als dass zur vollständigen Energiesteuerentlastung (gemäß §53a) nun weitere Kriterien gegenüber der ursprünglichen Fassung erfüllt sein müssen.

Zu diesen zählen:
1. Die ordnungsgemäße Versteuerung des eingesetzten Energieerzeugnisses gemäß 2 Abs. 1, Nr. 9 und 10, Absatz 3, Satz 1 oder Absatz 4a, EnergieStG.
2. Die Hocheffizienz der betrachteten KWK-Anlage. Diese liegt dann vor, wenn eine Primärenergieeinsparung gegenüber ungekoppelter Erzeugung erreicht wird (Stichwort PEE).
3. Dass sich die Hauptbestandteile der Anlage in Abschreibung befinden.
4. Dass der Nutzungsgrad der betrachteten Anlage bei mindestens 70%, plausibiliert durch einen Nutzungsgradnachweis, liegt.

Erfüllt die Anlage die oben genannten Bedingungen, so kann die gezahlte Energiesteuer auf Antrag zurück erstattet werden. Die Erstattungsintervalle werden recht unterschiedlich und auch mit unterschiedlichen Voraussetzungen gehandhabt. Hier empfiehlt sich ein Gespräch mit dem zuständigen Sachbearbeiter.

Gerne überprüfen wir Ihre Berechnungen oder übernehmen die komplette Nutzungsgradauswertung für Sie.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen natürlich gerne zur Verfügung.